Archiv der Kategorie: Gedicht

Jetzt wart ich ein Weilchen

Jetzt wart ich ein Weilchen

Veilchendann schreib ich ein Zeilchen

über die Veilchen

und geb` dir ein Teilchen

von dem Gedicht

zu Gesicht

dass es dir nicht gebricht

am Licht

von den Blumen

um die Bienen summen

und Hummeln brummen

und freu`n sich an der Pracht

dass dein Herz dir lacht

weil er deinen Mund süß dir macht

nun schlafe ganz sacht

die ganze Nacht

ich warte ein Weilchen

dann schreib ich ein Zeilchen …

© by Franz Haberstock


 

Und hier ist noch ein Gedichtle von M.S. aus der Schweiz, das ich auf dieses obige Gedicht erhielt:

hallo franz
das freut mich ganz
weil dein gedicht
mehr als nur in den zeilen spricht
zwischendrin, im leeren raum
kann man versinken, in ’nem schönen traum
von einer schönen, weiten, fantastischen welt
mit freude, glück und zufriedenheit erhellt
drum herzlich dafür dank ich dir
und schick nen lieben gruss von mir

ps na ja – bitte nicht allzu streng richten
denn ich kann es nicht wirklich, das dichten
:o)


 

Mein Kommentar: Guat!

Allgäu-Sonne

Sonnenblume

 

Allgäu-Sonne

Wenn Du mit mir über frische Alpenwiesen gehst
und mit mir in einem Meer von Blumen stehst
sind wir beide froh und glücklich Hand in Hand
in dem wunderschönen Allgäuer Land

Wenn ich mit Dir an dem klaren Bergsee steh`
und der Adler kreist über Bergeshöh`
Herdenglocken klingen hell und rein
ja, so schön kann`s nur im Allgäu sein

Und der Wind spielt uns ein feines Lied ans Ohr
in dieser stillen Bergeseinsamkeit
und du meinst, wir stehn am Himmelstor
und vergessen Raum und Zeit

Allgäu Sonne scheint uns jeden Tag auf`s Neu`
Menschen leben glücklich, frei und froh
Allgäu Sonne bleibst uns ewig treu
denn der Himmel will es so

Wenn Du mit mir über frische Alpenwiesen gehst
und mit mir in einem Meer von Blumen stehst
sind wir beide froh und glücklich Hand in Hand
in dem wunderschönen Allgäuer Land

Wenn ich mit Dir an dem klaren Bergsee steh`
und der Adler kreist über Bergeshöh`
Herdenglocken klingen hell und rein
ja, so schön kann`s nur im Allgäu sein
***

© by Franz Haberstock


Und hier das Stück  Allgäu-Sonne

mit unserer Stubenmusik

Im Blumengarten der Liebe

Im Blumengarten der Liebe

 

Viel tausend Blüten leuchten hier

in mildem Sonnenschein

viel tausend Blumen blühen dir

sie freun sich an der Freude dein und mein

Und wunderbare Düfte strömen sie uns zu

erfüllen unser Herz zum Glück

und mittendrinnen atmen wir in Ruh

ganz weich wird unser Herz und unser

Blick

Im Garten der Liebe mit so vielen Blumen

wo muntre Vögel singen und Bienen summen

wo bunte Schmetterlinge schweben

wo nur ein sanfter Windhauch weht

da können wir in Freude leben

und spüren nicht mehr ob da Zeit vergeht

Und feinste Gefühle fangen an zu strömen

von deiner Hand in meine, von meiner

Hand in deine

Und vereinten Pulsschlag können wir vernehmen

Wie schön das ist, weiß nur unser Herz alleine
Viel tausend Blüten leuchten dir und mir

und künden von der Liebe ewiger Jugend

Viel tausend Blumen duften mir und dir

schmelzen uns hinein in ihres Friedens Tugend

Und wunderbare Düfte erfüllen unser Gemüt

Und stärken unser Herz zum Glück

halten uns in Erinnerung der Liebe ewige Blüt

und daß die Liebe immer da ist, sie ist unser bestes Stück

Im Garten der Liebe mit so vielen Blumen

wo muntre Vögel singen und Bienen summen

wo bunte Schmetterlinge schweben

wo nur ein sanfter Windhauch weht

da können wir in feinster Freude leben

und spüren nicht mehr ob da Zeit vergeht
…im Blumengarten der Liebe

© Franz Haberstock


 

 

 

Frühling im Gunzesrieder Tal

Frühling im Gunzesrieder Tal

Weit Blütenpolsterhinten im Gunzesrieder Tal

tost hier der mächtige Wasserfall

Es ist ein schöner Maientag

so, wie ihn jeder gerne mag.

Das frischentspross`ne Blätterdach

umsäumt den rauschenden Ostertalbach.

Im Frühlingssonnenlicht zerfloss`ner Schnee

fließt nun erfrischend von der Höh`,

die, noch, weiß befirnt erglänzend,

heruntergrüßt in den frischbegrünten

Wald,

in dem, Schneewasserstrudel begrenzend,

noch braune, steile, Grashänge den Raum geben, in dem Vogelgezwitscher widerhallt.

Heut` bin ich nicht daheimgeblieben –

der Frühlingstag hat mich herausgerufen

und ich gehe hin, wo die Wassertropfen stieben,

barfuß über erdige und steinige Stufen.

Und steig` hinein in die kühle Flut.

Atme in vollen Zügen junge Maienluft.

Spüre mit mir, wie gut das tut

und atme mit mir den Frühlingsduft!

Schau` mit mir die Buschwindrös`chen an:

sie leuchten wie weiße Sterne!

Das hat der Frühling uns getan…

Lieber Mai, ich hab` dich gerne!

***

© by Franz Haberstock

Rabe Hansi und seine Herde

Rabe Hansi und seine Herde…

Kuh SophieGemütlich widerkäuend lagen Alma und Goldi, die Kuhnachbarinnen aus Seppl`s Stall in der aufwärmenden Mittagssonne an dem etwas windigen Junitag auf der saftig-grünen Wiese in der Nähe des Buchenwaldes am Tobel inmitten der ganzen Herde ihrer milchgebenden Kolleginnen und der fünf Kälbchen, die ganz weiß in der Sonne leuchteten und mit ihren buschigen Ohren einige immer wieder um die Nasenlöcher surrenden Fliegen mit helikopterhaften Bewegungen vertrieben.

Schwan, wie die älteste und ehrwürdigste Kuh aus Seppl`s Stall genannt wurde, weil sie als Kälbchen schon den Hals so lang wie ein Schwan in die Höhe hielt, wenn sie vom Unterkiefer bis zur Brustspitze von Seppl`s feingliedrigen Fingern hingebungsvoll gestreichelt wurde, rupfte gerade einige besonders dicke und saftige Kleeblätter ab, die sie mit einem besonders genüßlichen Blick hinunterschlang, um noch einige rote und weiße Kleeblüten gleich noch dazuzuraffen in unbeirrbarem Appetit, den sie sich auch in ihre reiferen Tage erhalten hatte. Reifere Tage, das kann sie schon von sich sagen lassen, denn in einer Zeit, in der viele ihrer Kolleginnen in anderen Ställen schon nach dem ersten, spätestens aber nach dem zweiten Kalb das Zeitliche segnen müssen, weil ihre Besitzer nicht genug Milch von ihnen bekommen können und das beim besten Willen nicht jeder Kuh guttut, dachte sie eben daran, daß nun bald das neunte Kälbchen gerade sich einnisten würde, war doch gerade vor drei Tagen jener Besamungstechniker genannte Mensch namens Ulli bei ihr beschäftigt. Ja, dachte sie, in Urgroßmutters Zeiten war das ein größeres Kaliber, das jedes Jahr für neuen Nachwuchs sorgte; aber im Laufe der Generationen lernte man irgendwie Gefallen zu finden, wenn da so ein menschlicher Blondschopf, oder ein dunkelhaariger oder manchmal ein halb glatzköpfiger die Nachwuchswünsche technisch zu erfüllen sich Mühe gab. Ja, der blonde Ulli gefiel ihr schon recht gut; und manches Jahr brachte sie es fertig, daß der Ulli schon ein paar mal zu ihr kommen durfte; mußte – sagte der Seppl, der hatte da nicht so viel Verständnis für ihren Gefallen. Aber er mußte ja froh sein, daß er eine so alte Kuh wie sie im Stall haben durfte, dachte sie bei sich, dabei ist das ja doch noch gar kein Alter, acht Kälber, sinnierte sie vor sich hin und ein großer Fladen entfiel ihr soeben und deckte einen großen Regenwurm zu, der gerade eben hinter ihr zwischen einigen dicken Löwenzahnblättern aus der Erde hervorkroch, um etwas trockenere Luft zu schnappen nach den kalten Regentagen der letzten Zeit, wo es ihn zeitweise vor Kälte nur so zusammengeschnürt hatte; und jetzt dieser warme Fladen – oh – wie gut die Wärme tut – und für einen Moment war er fast bewußtlos und fühlte sich glatt wie erschlagen und etwas breiter war er auch für einen Augenblick. Reiß dich zusammen, sagte er aber gleich zu sich selbst, sei froh, daß du so was gutes bekommst, was da grade auf dich runtergefallen ist. Da hast du und die deinen wieder tagelang genug und der Seppl freut sich, wenn die Fladen wieder durch uns, jawohl – buchstäblich durch uns – wieder zu neuer, frischer Erde werden, wie er sagt. Der versteht das wenigstens noch. Anderen Würmern in anderen Ländern ist es schon vergangen, sagte er sich, aber bei dem Seppl da gehts uns halt doch noch gut. Der weiß eben noch, was wir da jeden Tag tun; und da tut man`s ja auch gerne. Und er reckte den Hals, um etwas mehr von der Umgebung zu sehen. Jawohl – alles in Ordnung – auf dieser Wiese, alles voller Wurmlöcher; kein Wunder, daß Seppl`s Kühe solch ein saftiges Gras futtern dürfen. Doch mitten unterm sinnieren erschrak er und fuhr zusammen und wurde ganz kurz. Tippelte nicht da drüben beim nächsten Fladen Rabe Hansi durch die Halme und pickte dort und pickte da. Welch ein Schreck! So einen Picker hatte er doch vor kurzem mal abgekriegt, dachte er, und das war ganz und gar nicht angenehm. Ein ganzes Stück von seinem Leibe fehlte ihm, doch was ein richtiger Regenwurm ist, hält das aus. Und inzwischen ist das wieder alles dran, was gefehlt hat. Aber jetzt ab in die Erde, sagte er noch zu sich – und verschwand ganz schnell. Noch und wieder einmal Glück gehabt, meinte er, als er einige seiner Lieben unten traf, bald wär` ich wieder gepickt oder gar aufgepickt worden – und seinen Lieben stand sein Schreck mit auf die Stirn geschrieben. Rabe Hansi äugte verwundert gleichgültig an den Punkt, wo er soeben seinen zielbewußten Schnabel hinsetzen wollte. Umsonst gepickt, dachte er sich, und wippte behäbig einige Schritte weiter.

© by Franz Haberstock